Durch aggressive Flüssigkeiten bedingte Korrosion vorbeugen

 

 

 

Druckmesstechnik in der Lebensmittelindustrie

 

Kohlensäure und Alkohol können Messgeräte beschädigen. Ein Hersteller von automatischen Inline- und Labor-Flüssigkeitsanalysatoren hat STS damit beauftragt, einen Druckmessumformer zu entwickeln, der den schwierigen Anforderungen gerecht wird.

 

 

 

Wenn Druckmessumformer aggressiven Flüssigkeiten mit Alkohol oder Kohlensäure ausgesetzt werden, führt dies bei Standardmaterialien zu Korrosion. Zum Beispiel verursacht Kohlensäure eine Erhöhung der [H +] - Ionenkonzentration und es entsteht Wasserstoffkorrosion. Sobald sich die Korrosion durch die Membran des Drucksensors gefressen hat, wird er unbrauchbar. Deshalb ist gewöhnlicher Edelstahl für Anwendungen, bei denen es zu Kontakt mit Flüssigkeiten mit hohem Kohlensäuregehalt kommt, nicht geeignet.

 

 

 

Abgesehen davon, dass der Drucksensor für diese spezielle Anwendung in einer Abfüllanlage in hohem Masse korrosionsbeständig ist, muss er in der Lage sein, mit extrem niedrigen, Vakuum-ähnlichen Drücken fertig zu werden. Da es sich um eine Anwendung in der Lebensmittelindustrie handelt, sind die Hygienestandards naturgemäss  hoch. Die Vakuum-ähnlichen Druckverhältnisse, die das Messinstrument zeitweise aushalten muss, sind entsprechend Teil eines regelmässigen Sterilisationsprozesses (die Bedingungen sind vergleichbar mit jenen im Autoklaven, wenn auch nicht ganz so extrem). Niedrige Drücke unter 0 bar können die Integrität von Drucksensoren gefährden. Das Vakuum kann dazu führen, dass die Membran von ihrer Position im Sensor abgesaugt wird. Falsche Messergebnisse oder ein komplett defekter Sensor sind die Folge.

 

Aufgrund dieser Anforderungen mussten wir für den Hersteller von automatischen Inline- und Labor-Flüssigkeitsanalysatoren eine auf den Druckmessumformer ATM.ECO aufbauende kundenspezifische Lösung entwickeln. Zur Sicherstellung der geforderten Korrosionsbeständigkeit haben wir uns für einen Hastelloy-Stahl entschieden. Um die Membranstabilität bei niedrigen Drücken zu gewährleisten, wurde ein spezieller Klebstoff verwendet, um die Membran zu fixieren.

 

Da der Drucktransmitter in dieser Anwendung unter Raumtemperaturbedingungen arbeitet, war keine spezielle Temperaturkompensation erforderlich. Die Genauigkeit von 0,25 Prozent der Gesamtskala ist ebenfalls mehr als genug für diese spezielle Anwendung. Die volle Skala reicht von 1 bis 15.000 psi und ist daher bestens für niedrige Drücke geeignet.

 

 

 

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